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Was ist Cheerleading

Anfang des 20. Jahrhunderts formierten sich in den USA erste Cheerleader, um das Publikum bei Sportveranstaltungen (vor allem bei American Football Spielen) zum Anfeuern zu animieren. Diese ersten Cheerleader waren reine Männer-Teams, die mit Cheers/Chants (Anfeuerungsrufen), Sprüngen und Stunts versuchten das Publikum ins Spiel zu involvieren.

In den 1930er Jahren übernahmen immer mehr Frauen die Cheerleading Teams und machten den Sport zu dem was er heute ist. In Österreich gibt es organisiertes Cheerleading seit 1990.

Heute ist Cheerleading eine anerkannte Sportart, die auf der ganzen Welt ausgeübt wird. In Österreich sind im Jahr 2018 30 verschiedene Cheerleading Vereine beim Österreichischen Cheerleading & Cheerdance Verband registriert.

 

Allgemein

Cheerleading besteht aus Elementen der Bereiche Tanz, Akrobatik und Bodenturnen (Tumbling). Viele Cheerleading Teams feuern immer noch an der Sideline bei American Football Spielen das Publikum an und/oder treten bei nationalen und internationalen Wettkämpfen gegeneinander an.

Cheerleader Team/Squad/Unit

Ein Cheerleader Team besteht meistens aus etwa 20-30 Athletinnen. Bei Meisterschaften in Europa stehen pro Team meist maximal 24 Sportlerinnen auf der Matte.

 

Positionen im Team

Wie auch bei anderen Sportarten gibt es im Cheerleading verschiedene Positionen, die die Sportlerinnen innehaben können. Welche Position man einnimmt hängt etwa von den Körperlichenmerkmalen wie der Größe und den Fähigkeiten (Kraft, Ausdauer, Stabilität, Flexibilität) ab. Oft haben Sportlerinnen in ihrer Laufbahn mehrere verschiedene Positionen, die von Saison zu Saison variieren.

Stuntgruppe
Eine Stuntgruppe besteht in der Regel aus: einer Main Base, einer Side Base, einem Backspot und einem Flyer

Main Base / Side Base
Diese Position steht unter dem Stunt und hebt/wirft den Flyer. Wichtig ist Kraft, Koordination, Stabilität und das Zusammenspiel der beiden Bases.

Backspot
Diese Position steht hinter dem Stunt und leitet bzw. unterstützt die Bases. Wichtig ist Kraft, Schnelligkeit, gute Reaktion und eine gewisse Größe.

Flyer
Diese Position ist sehr akrobatisch, denn der Flyer steht auf dem Stunt und macht verschiedene Elemete wie Drehungen, Saltos und Co in der Luft. Wichtig ist Flexibilität, Spannung, Gleichgewichtssinn und Mut.

 

Meisterschaftsprogramm

Ein Cheerleading-Programm ist 2:30 Minuten lang und besteht aus folgenden Elementen:

 

Chant/Cheers
Anfeuerungsruf am Anfang des Programms. Hierbei gilt es das Publikum anzufeuern und zu animieren.

Bei den Chants werden möglichst einfache Wörter verwendet, damit das Publikum leicht mitrufen kann, obwohl es den Chant nicht kennt. Verwendet werden hier zusätzlich Schilder, Pompoms, Megafone, Fahnen und ähnliches. Der Chant dauert meist etwa 40 Sekunden!
Jumps/Tumbling
Hier werden verschiedene Sprünge und Bodenturnelemente wie etwa Rondart-Flick, Salto und Schraube gezeigt. In den verschiedenen Altersklassen und Kategorien werden jeweils aufsteigend Elemente verschiedener Schwierigkeit geturnt.
 
Partnerstunts
Stunts und verschiedenen akrobatische Hebefiguren werden in der Regel in den Stungruppen durchgeführt. Bewertet werden der Auf- und Abgang des Stunts, die Transition (Übergang) zwischen verschiedenen Elementen sowie die Stabilität, Kreativität, Schwierigkeit und Ausführung der Stuntelemente.
Pyramiden
Hier werden verschiedene akrobatische Hebefiguren (Stunts) oder Kombinationen aus mehreren Stunts gezeigt. Bei Pyramiden arbeiten mehrere Stuntgruppen zusammen.
Spirit/Tanz
Besonders wichtig beim Cheerleading ist der Gesamteindruck, den das Team der Jury und dem Publikum vermittelt. Die Sportlerinnen sollen die Darbietung mit einer Leichtigkeit präsentieren und dabei viel Spaß zeigen.

 

 

Wertungsbogen

 

Bewertungskriterium Beschreibung Punkte
Cheer Fähigkeit, das Publikum zu führen bzw. anzufeuern, Verwendung von Schildern, Pompoms oder Megaphonen, praktische Verwendung von Stunts oder Pyramiden zur Anführung des Publikums, Ausführung der Elemente 10
Partnerstunts Technik und Ausführung der Elemente, Schwierigkeit (Level des Elements, Anzahl der Bases, Anzahl der Stungruppen), Synchronität, Variation 25
Pyramiden Schwierigkeit, Übergänge, Aufbau und Abbau von Elementen, Ausführung, Timing, Kreativität 25
Basket Toss Ausführung von Elementen, Höhe, Synchronität, Schwierigkeit, Variation 15
Tumbling / Jumps Gruppentumbling, Ausführung von Elementen, Jumps, Schwierigkeit, Technik, Synchronität 10
Flow of the Routine Ausführung der Teile der Routine: Fluss, Tempo, Timing der Elemente, Übergänge 5
Over all Presentation Allgemeine Darbietung, Showmanship, Tanz, Publikumseffekt 10
Gesamt   100

 

 



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